Fr | 11.01.2019 | Saal | Beginn: 21:00 | Einlass: 20:00
TALCO
+ Support: THE PROSECUTION
Eintritt Abendkasse: 22 €
Vorverkauf: 18 € zzgl. Gebühren
Vorverkauf:
 

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Gesellschaftskritik. Tanzwut. Spielfreude. Wenn man die aus Italien stammenden TALCO in drei Worten zusammenfassen will landet man unweigerlich bei dieser Essenz. Mit „Punkchanka“ beschreibt TALCO in Anlehnung an die von MANU CHAO gegründete Patchanka-Band MANU NEGRA ihren aus Punk-Rock, Folk-, Latin- und Ska-Elementen progressiv weiterentwickelten Musikstil selbst. Derart hat sich eine Mischung herauskristallisiert, die sich durch hymnenhafte Bläser- Sätze, Up-Tempo-Beats, knackige Punk-Rock-Gitarren und eingängige Refrains mit folkloristischer Melodieführung auszeichnet.

Und auch wenn bis dato eher die vordergründige Leichtigkeit ihres hochgradig ansteckendem, tanzbarem Beat-Gemisch in den Gehörgängen haften geblieben ist, so beweist der Sechser aus Venedig auf ihrem neuen Album AND THE WINNER ISN'T abermals wie ausgezeichnet sich augenscheinlicher Gute-Laune Sound mit anklagenden und anmahnenden Inhalten verbinden lässt. Im Fokus liegen die menschliche Erniedrigung, Entwürdigung und Verlogenheit, sowie der zweifelhafte Umgang mit der Hoheitsdeutung von vermeintlichen Wahrheiten und herrschenden Systemen. TALCO ist weit mehr als lediglich Tanz-, Spaß- oder gar Ska-Musik. TALCO ist internationaler, politischer Punk-Rock mit Bläsern der seine Stimme erhebt, anklagt und Missstände thematisiert. Und TALCO sorgt damit europaweit für Aufruhr.

Nach einer über 16-jährigen Band-Historie bei durchschnittlich 100 Konzerten pro Jahr über den europäischen Kontinent hinweg blickt die Band auf stets ausverkaufte Hallen, großen Festival-Shows und über sechs bereits veröffentlichen Alben. TALCO hat sich zu einer der wichtigsten und bekanntesten italienischen Bands der Gegenwart gespielt.

Nach ihrem Debüt Album aus dem Jahr 2004 (Tutti Assolti) und den zwei Folgewerken erschien 2009 in exklusiver Kooperation mit Fanräume e.V. des FC St. Pauli die streng limitierte Single „St. Pauli“. Sie ist eine Hommage von TALCO an den Verein. Zur 100-jährigen Jubiläumsfeier des FC St. Pauli im Jahr 2010 begeisterte die Band die Fans direkt vor dem Millerntor-Stadion und spätestens damit war klar, dass TALCO noch vielerorts in Deutschland von sich hören lassen wird. 2012 wurde der Siegeszug dann endgültig fortgesetzt! Mit GRAN GALA (2012) versetzten die Italiener die Massen in Ekstase: Ausverkaufte 1.500er Hallen in zum Beispiel München, Berlin, Hamburg, Stuttgart und Köln bei denen das Wasser förmlich von der Decke tropfte stehen ab sofort auf der Tagesordnung. Fans die nicht zu tanzen aufhören wollen, ausgelassene Festival-Shows wie auf dem Open Flair, Greenfield, Highfield, oder Ruhrpott Rodeo, sowie Resurraction Fest (Spanien) und Boomtown (UK) pflastern seither den Weg der Band. Wo auch immer TALCO auftauchen, sie hinterlassen ein Lächeln im Gesicht müde getanzter Fans, durchgeschwitzte T-Shirts und heiser gesungene Kehlen!

www.talco-punkchanka.com/
www.facebook.com/talcopunkchanka/


Support: THE PROSECUTION

Wir gegen die: Die Suche nach Identität verharrt viel zu oft in der Abgrenzung von Anderen – ohne, dass man sich wirklich klar macht, wofür man selbst steht. Diese Schieflage wollen die umtriebigen Punkrocker von The Prosecution auf ihrem neuen Album „The Unfollowing“ wieder gerade rücken. Weg vom blinden Folgen erstbester Ideologie, hin zum klaren Einstehen für die eigene Überzeugung und zur Empathie für diejenigen, denen selbst die Mittel fehlen, sich in unserer Gesellschaft zu behaupten – und das im wahrsten Sinne mit Pauken und Trompeten.

„Jeder soll dort leben dürfen, wo es einem besser geht oder besser gefällt“, erklärt Schlagzeuger Lookie, der sich wie auch Sänger Simon, Posaunist Tini und Schlagzeuger Jo in verschiedensten Projekten aktiv für die Belange Geflüchteter einsetzt. „Die Stimmung in der Gesellschaft driftet immer weiter ab. Alles wird egoistischer und die Menschen folgen blind rechtem, populistischem Gedankengut. Deswegen wollen wir noch deutlicher als bisher Stellung beziehen. Uns ist es aber wichtig, in das Ganze eine positivere Grundstimmung zu bringen“, führt Lookie weiter aus. „Deswegen sagen wir lieber, für was wir stehen anstatt gegen wen wir sind. Wir wollen nicht weiter zur Spaltung der Gesellschaft beitragen.“

2002 gegründet, tritt die Band seit ihrem ersten Album „Droll Stories“ von 2010 nicht nur auf Platte, sondern auch live das Gaspedal mächtig durch: Angefangen bei Supportshows für Größen wie Rise Against, NOFX, Against Me! und Anti-Flag über Slots auf Festivals wie dem Open Flair, dem Ruhrpott Rodeo oder dem Taubertal Festival spielte sich die Band immer weiter hoch. Dicky Barret von den Mighty Mighty Bosstones und Chris#2 von Anti-Flag ließen es sich nicht nehmen, Gast-Features zu Songs der Band beizusteuern. 2016 tourten The Prosecution mit Talco auf ausverkaufter Hallentour, für die in Hamburg und Berlin wegen ausverkaufter Locations Zusatzabende hinzugebucht wurden. Spätestens hier war klar: The Prosecution haben es geschafft, sich in der deutschen Musiklandschaft mit ihrem rasanten Mix aus bläserlastigem Punk und akzentuierten Uptempo-Ska- Parts einen Stammplatz zu erspielen, den sie auf ihrer Headliner- Tournee im Herbst 2017 in beeindruckender Länge unterstrichen haben.

Ihre Position als unermüdlich tourende Band nutzen The Prosecution aber nicht zur Eigendarstellung. So verkaufte die Band auf Tour mit Talco eine Split, deren gesamten Erlöse an Pro Asyl gespendet wurde. Für die selbe Organisation (sowie weitere karitative Einrichtungen) sammelten The Prosecution im Rahmen verschiedener Aktionen in den vergangenen Festivalsommern über 30.000 Euro. Als Paten des Projekts „Schule Ohne Rassimus – Schule Courage“ an der Johann-Turmair- Realschule Abensberg geben The Prosecution ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiter und sind in Integrations-Workshops und vor- Ort Hilfe in Auffanglagern konsequent mit Herz und Hand engagiert.

Die Themen Flucht, Krieg und das Leid Asylsuchender sind auch die Fäden, die die Songs auf „The Unfollowing“ zusammenhalten. Vom kraftvollen Doubletime-Skapunk-Kracher „The State Of Hate“, der den Status quo in unserer Gesellschaft illustriert, über den Midtempo- Smasher „Forlorn“, bis zum nach vorne strebenden, eingängigen „My Silent Phone And Me“, das Sänger Simon von seiner melodischsten Seite zeigt und den nervösen Schlagzeugbeat mit druckvollen Bläsern unterfüttert: Das Gefühl der Rastlosigkeit steckt ebenso im Kern der Platte wie der Hoffnungsschimmer, den sich die Band trotz schwieriger Zeiten bewahrt. Denn sowohl mit beruflichen, privaten, wie auch im Bandkontext durchgeführten Aktionen bestätigen The Prosecution genau das, was sie auf „The Unfollowing“ in Text und Ton gießen: dass man auch selbst Dinge verändern kann, wenn man einen positiven Ansatz verfolgt und sich Einheit statt Spaltung auf die Fahnen schreibt.

Homepage: the-prosecution.com/